Segnung des neuen Verabschiedungsraums in der Klinik Kittsee

Gruppenfoto im Verabschiedungsraum
Ort der Pietät und Ruhe: Angehörige können sich im neuen Verabschiedungsraum, gestaltet von Künstler Heinz Ebner, ohne Ablenkung von ihren verstorbenen Liebsten verabschieden.

Am Montag, den 16. Februar 2026, wurde in der Klinik Kittsee im Rahmen einer feierlichen Segnung der neu gestaltete Verabschiedungsraum zu Ehren des Seligen Ladislaus Batthyány-Strattmann offiziell seiner Bestimmung übergeben. „Mit dem Verabschiedungsraum haben wir einen Ort der Ruhe und Würde geschaffen, der Angehörigen die Möglichkeit gibt, sich in geschützter Atmosphäre von einem verstorbenen Menschen zu verabschieden – fern vom hektischen Klinikalltag“, betont der kaufmännische Direktor der Klinik Kittsee, Dieter Feitek, BSc MSc.

Der Verabschiedungsraum wurde, im Beisein der Kollegialen Führung sowie zahlreicher Mitarbeiter*innen, vom Leiter der Krankenhausseelsorge, Diakon Friedrich Bohnenstingl, gesegnet. Auch Ladislaus Edmund Batthyány-Strattmann, Urenkel des Klinik-Gründers, war bei der Feier mit dabei und fand lobende Worte für die Gestaltung. Der Verabschiedungsraum steht Angehörigen von Verstorbenen zur Verfügung, um sich in Ruhe von ihren Liebsten zu verabschieden. Eine seelsorgerische Begleitung aller Konfessionen ist möglich. Gestaltet wurden die Räumlichkeiten von Künstler Heinz Ebner.

Fassadengestaltung „Im Zeichen des Pelikans“

Bereits 2025 entwarf Heinz Ebner eine Fassadengestaltung für die Klinik Kittsee. Diese soll zu einem positiven Ausblick von den gegenüberliegenden Zimmern beitragen. Sie wurde unter dem Motto „Im Zeichen des Pelikans“ gestaltet. Dies war auch der Titel einer von Ebner 1990 konzipierten und gestalteten Ausstellung über Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann, dem Begründer der Klinik Kittsee, der 2003 von Papst Johannes Paul II im Vatikan seliggesprochen worden war.

Bei der Gestaltung der Fassade orientierte sich Ebner an der Formensprache des Grabmals des Seligen, das er gemeinsam mit Architekt Johann Traupmann 2003 gestaltete. Den Gestaltungen liegt Aesops Fabel über das Wappentier des seligen Fürsten und Arztes, dem Pelikan, zugrunde. „In der antiken Fabel wird das Weiß der Federn des Pelikans durch den Akt seiner Selbstaufopferung für seine Jungen rot gefärbt. In der neuen Fassadenbespannung gibt diese zweite Farbe neben dem dominanten Goldgelb im Gesamtbild Orientierung – das Unten und das Oben sind erkennbar, das Rot als irdische Farbe wird von unten nach oben transzendenter, aufgelöst“, erklärt Heinz Ebner.

Seit 2024 bietet die Klinik Kittsee Patient*innen, Mitarbeiter*innen und Besucher*innen einen Andachtsraum, der ebenfalls von Heinz Ebner gestaltet wurde.

Heinz Ebner wurde 1963 in Güssing geboren, studierte bei Prof. Anton Lehmden an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet er wieder im Burgenland. Ausstellungen und zahlreiche Projekt-Arbeiten im In- und Ausland im privaten und öffentlichen Raum mit verschiedenen Materialien (z.B. Fusing-Glas) zeichnen sein breites Schaffen aus.