Klinik Kittsee: Erste Prothetik-Operationen erfolgreich durchgeführt

Ärzte-Team mit Patient 2
Die Klinik Kittsee startet Sprunggelenk-, Knie- und Hüftersatz-Operationen: Das erste künstliche Sprunggelenk und künstliche Hüftgelenk wurde am Fachschwerpunkt Orthopädie erfolgreich eingesetzt. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betont: „In der Klinik Kittsee werden die Voraussetzungen für eine künftige Vollabteilung in der Klinik Gols geschaffen, in der die orthopädische Versorgung der Bevölkerung eine ganz zentrale Rolle spielen wird. Knie- und Hüftersatz-Operationen sind aufgrund der alternden Bevölkerung zunehmend gefragt. Dass diese Leistungen jetzt auch in der Klinik Kittsee angeboten werden, schafft spürbare Vorteile für Patientinnen und Patienten vor Ort.“

"Perfekte Zusammenarbeit aller Beteiligten"

Premiere in der Klinik Kittsee: Priv.-Doz. Dr. Martin Kaipel, der Leiter des Fachschwerpunktes Orthopädie, hat Ende Juni erfolgreich die erste Sprunggelenk- und Hüftprothesen-Operation in der Klinik Kittsee durchgeführt. „Nach einer intensiven Vorbereitungsphase können wir nun auch Prothetik-Eingriffe im Haus durchführen. Dies ist nur dank der perfekten Zusammenarbeit aller Beteiligten – von Anästhesie über Therapie- bis hin zu Pflegefachkräften – möglich“, freut sich Dr. Kaipel. 

Die beiden Patienten hatten vor den Operationen schon einen Leidensweg hinter sich: Johann Schneider (77a) aus Purbach litt jahrelang unter Schmerzen auf Grund eines abgenutzten Sprunggelenks. Helmut Binder (62a), der in Bratislava wohnt, hatte starke Schmerzen auf Grund abgenutzter Hüftgelenke.

Dazu meint der medizinische Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland, Univ.-Prof. Dr. Stephan Kriwanek: „Die Einführung von Hüft- und Sprunggelenksprothesen in der Klinik Kittsee ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung unseres orthopädischen Leistungsangebots und kommt direkt unseren Patientinnen und Patienten zugute.“

Schulungen im Voraus für Patient*innen 

Den Eingriffen gehen intensive Schulungen der Patient*innen voraus. Rund vier Wochen vor einer geplanten Hüft- oder Knieprothesen-Operation erhalten die Betroffenen im Rahmen des sogenannten Fast-Track-Programms umfassende Informationen zur optimalen Vorbereitung auf den Eingriff. Vermittelt werden unter anderem praktische Maßnahmen für die Zeit zu Hause, der richtige Umgang mit Hilfsmitteln, prä- und postoperative Übungen, die Bedeutung einer frühzeitigen Mobilisation sowie Empfehlungen für eine gezielte Kohlenhydrat- und Eiweißzufuhr vor der Operation.

Die Patient*innen profitieren von einer besseren körperlichen und psychischen Vorbereitung auf den Eingriff, einer rascheren Mobilisation nach der Operation sowie Unterstützung bei der Organisation ihres häuslichen Umfelds. Dadurch steigen die Chancen, möglichst schnell wieder Selbstständigkeit im Alltag zu erlangen. Die Fast-Track-Schulung findet jeden Dienstag im Department für Akutgeriatrie und Remobilisation (AG/R) im Anschluss an das Narkosegespräch statt. Sie wird interdisziplinär von Expert*innen aus Physiotherapie, Ergotherapie und Diätologie durchgeführt.

Wie kommen Interessierte zu einem Termin?

Der Fachschwerpunkt Orthopädie in der Klinik Kittsee wird in enger Zusammenarbeit mit der orthopädischen Kassen-Gruppenpraxis „Orthopädiezentrum Neusiedl“ (www.ortho-neusiedl.at) betrieben. Vorbereitung und Nachsorge für Operationen, aber auch die gesamte nicht-operative Schmerztherapie ist im Orthopädiezentrum Neusiedl verortet. Operationen werden in der Klinik Kittsee durchgeführt. 

Patient*innen, die eine orthopädische Operation benötigen, können im Orthopädiezentrum einen Ordinationstermin vereinbaren bzw. können dorthin zugewiesen werden. Alle Ärzt*innen im Orthopädiezentrum Neusiedl operieren auch in der Klink Kittsee und können so eine Behandlung aus einer Hand – Aufklärung, Operation und Nachsorge durch einen Facharzt bzw. eine Fachärztin – sicherstellen. 

Die Behandlungsschwerpunkte in der Klinik Kittsee umfassen künstlichen Gelenksersatz an Knie, Hüfte, Sprunggelenk und Schulter sowie komplexe Fußchirurgie.