Ab sofort können sich Patient*innen via ID Austria auf der Patienten-Informationsplattform patinfo.gesundheit-burgenland.at anmelden. Der neue Service steht allen Personen zur Verfügung, die nach dem 1. Jänner 2024 als Patient*in in eine der Kliniken aufgenommen wurden. Abrufbar sind radiologische Befunde (MRT, CT und Röntgen), Laborbefunde sowie stationäre und pflegerische Entlassungsbriefe.
„Wir wollen die Möglichkeiten der Digitalisierung ganz im Sinne der Gesundheitsstrategie ‚digital vor ambulant vor stationär‘ bestmöglich nutzen. Die Etablierung der digitalen Patienten-Informationsplattform bei der Gesundheit Burgenland vereinfacht nicht nur die administrativen Prozesse in den Kliniken und entlastet Mitarbeitende, sondern schafft bedeutende Vorteile für Patientinnen und Patienten“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
So verläuft die Anmeldung via ID Austria:Die Webseite patinfo.gesundheit-burgenland.at aufrufen und via ID Austria registrieren. Bei der Erstanmeldung durchläuft man ein Onboarding, in dessen Rahmen Telefonnummer und E-Mail-Adresse zur Verifizierung hinterlegt werden müssen. Befunde und Bilder sind dann analog zu ELGA einfach abrufbar.
„Unser Anspruch ist klar: Wir wollen im Patientenservice neue Maßstäbe setzen. Dazu gehört, medizinische Leistungen und Informationen niederschwellig für Patientinnen und Patienten gesichert zugänglich zu machen. Die Patienten-Informationsplattform ist dafür der erste Schritt. Befunde und Bilder sind digital verfügbar und können an Fachärztin oder Facharzt weitergeleitet werden. Unser Ziel ist eine einfache Kommunikation in beide Richtungen: vom Gesundheitsdienstleister zur Patientin und zum Patienten und künftig auch umgekehrt, wenn Termine online gebucht oder eigene Dokumente vorab hochgeladen werden können“, gibt Florian Schlechtleitner, CEO der Gesundheit Burgenland, einen kleinen Ausblick.
Patienten-Informationsplattform wächst weiter
Noch heuer wird eine zur Patienten-Informationsplattform zugehörige App für iPhone und Android gelauncht. Somit wird der Einstieg auch ganz einfach über das Handy möglich sein.
Anfang 2027 sind erste Video-Sprechstunden im Bereich Kinderwunsch geplant. Nach einem Erstbesuch vor Ort, erfolgt die Beratung auf Wunsch telemedizinisch. In der zweiten Jahreshälfte 2027 sollen zusätzliche Fachbereiche telemedizinische Sprechstunden anbieten.
In einem weiteren Ausbau werden – gekoppelt an das bereits bestehende Online-Terminvergabe-Tool –freie Termine online einsehbar und buchbar.
Radiologische Befunde via QR-Code für Zugewiesene
Auch für Patient*innen, die von niedergelassenen Ärzt*innen für radiologische Untersuchungen an eine Klinik überwiesen werden, gibt es einen neuen Service. Mit diesem erhalten Patient*innen Zugriff auf ihr Untersuchungsergebnis. In der Klinik Oberwart läuft das Angebot bereits. Die Kliniken Kittsee und Güssing folgen in Kürze.
„Gute Medizin braucht Informationen dort, wo behandelt wird. Wenn Befund und Bilder zeitnah nach der Untersuchung digital vorliegen und die Patientin oder der Patient sie direkt an das medizinische Fachpersonal weitergeben kann, geht die Behandlung schneller voran.Um Verunsicherungen zu vermeiden ist es wichtig, dass Patientinnen und Patienten die Befunde zeitnah mit den behandelnden Ärzten und Ärztinnen besprechen können.“, betont Univ.-Prof. Dr. Stephan Kriwanek, medizinischer Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland.
So funktioniert der neue Service:Patient*innen erhalten nach der Untersuchung einen anonymisierten Zugriffsschein mit QR-Code und Zugriffscode. Die Anmeldung erfolgt über einen persönlichen PIN und ist auch via Handy möglich. Der Befund steht spätestens nach fünf Werktagen zur Verfügung und ist für drei Jahre einsehbar.
Die Vorteile für Patient*innen liegen klar auf der Hand:
- Einfacher Zugang zu Befund und zugehörigen Bildern
- Kein zusätzlicher User-Account notwendig
- Keine E-Mail-Adresse und keine SMS-TAN erforderlich
- Befunde druckbar oder via PDF zum Teilen via E-Mail für weiterbehandelnde Ärzt*innen
- Keine CDs, DVDs oder ausgedruckten Bilder erforderlich

