„Digitale Überweisung“ nun auch auf Klinik Oberpullendorf ausgerollt

Vier Männer in einem Gruppenbild vor Bildschirmen

V.l.n.r.: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit LSZ-Leiter Markus Halwax, LSZ-Leitstellenleiter Mario Promintzer und LSZ-Technikleiter Nikolaus Tittler.

„Mit der „Digitalen Überweisung“ setzt das Burgenland einen weiteren Schritt in Richtung vernetzter, effizienter und patientenorientierter Gesundheitsversorgung – dort, wo Zeit ein entscheidender Faktor ist. Der Mehrwert für die Betroffenen und die medizinischen Teams ist spürbar“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Erst Anfang Februar 2026 startete im Burgenland die „Digitale Überweisung“, die es der Landessicherheitszentrale (LSZ) ermöglicht, Patientinnen und Patienten nach einer Beratung über die Gesundheitsberatung 1450 Burgenland direkt in der Klinik anzukündigen, als innovatives Pilotprojekt an der Klinik Oberwart. Nach dieser Pilotphase in Oberwart und der ersten Ausrollung an der Klinik Güssing wurde die „Digitale Überweisung“ Anfang Oktober auch auf die Klinik Oberpullendorf ausgeweitet. „Mit der „Digitalen Überweisung“ setzt das Burgenland einen weiteren Schritt in Richtung vernetzter, effizienter und patientenorientierter Gesundheitsversorgung – dort, wo Zeit ein entscheidender Faktor ist. Der Mehrwert für die Betroffenen und die medizinischen Teams ist spürbar“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Die „Digitale Überweisung“ verschafft Betroffenen und medizinischen Teams Zeit, die bei gesundheitlichen Akutfällen entscheidend sein kann: „Durch die Vorab-Übermittlung medizinischer Informationen werden sowohl die medizinische Ersteinschätzung als auch die administrative Aufnahme wesentlich beschleunigt. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt kann die vollständige Fallakte unmittelbar einsehen und rascher mit Diagnose und Therapie beginnen. Damit die Daten übermittelt werden, müssen Patientinnen bzw. Patienten dazu ihre Einwilligung erteilen“, erklärt LSZ-Leiter Markus Halwax.

So funktioniert die „Digitale Überweisung“

Erhalten Anrufende im Rahmen eines Gesprächs mit 1450 die Empfehlung, eine burgenländische Klinik aufzusuchen, werden sie gefragt, ob sie der elektronischen Übermittlung der erforderlichen Gesundheitsdaten zustimmen. Wird dieses Einverständnis erteilt, werden die im Zuge der Beratung erhobenen Informationen – darunter aktueller Gesundheitszustand, Medikation sowie bekannte Allergien – in den Systemen der LSZ strukturiert erfasst.

Sobald die Daten erfolgreich hinterlegt wurden, erhält der Patient oder die Patientin eine SMS mit einem Link zum persönlichen QR-Code. Zusätzlich wird per SMS ein PIN-Code übermittelt – als Alternative für den Fall, dass der QR-Code nicht abrufbar ist oder kein Smartphone zur Verfügung steht. Besitzt jemand weder ein Smartphone noch ein Handy und meldet sich via Festnetz bei 1450, wird der PIN-Code ganz banal per Telefon mitgeteilt – somit ist ein barrierefreier Zugang zu diesem Tool gewährleistet. Mit einem dieser Codes meldet sich die betroffene Person direkt an der Anmeldestelle der Klinik an und die Gesprächsdaten samt medizinischer Ersteinschätzung und Dringlichkeitsbewertung werden unmittelbar an die Klinik übermittelt und der Fall im System der Klinik angelegt.